Diese Diashow benötigt JavaScript.
Mit Einbruch der Nacht begann sich das kleine Foyer des Leokinos zu füllen: Alt und Jung, Reich und Schön, Prominent und Privat – alles versammelt sich, um die Nacht der Nächte zu feiern und einem Ziel entgegenzublicken: der Eröffnung des 21. Internationalen Film Festivals Innsbruck. Zuvor lauscht das Publikum jedoch einem ernsthaften und komischen – mit aus dem Koschuh’schen Nähkästchen abgeschossenen Spitzen – Sujet, gefolgt von einer emotionalen Dankesrede der stellvertretenden Festivaldirektorin Evelin Stark. Darauf folgte der erwartete Applaus für das außergewöhnliche Engagement des immer allgegenwärtigen IFFI-Teams – vor, auf und hinter der Bühne. Und dann kam er endlich: er, der einst den Stein ins Rollen brachte – der herzhafte, geistreiche und gut gelaunte Helmut Groschup. „Heart and mind“, das ist es, was das IFFI ausmacht und warum das Publikum dieses kleine Festival seit 21 Jahren so liebt. Es sind nicht die üblichen Blockbuster aus Hollywood oder der rote Teppich in Cannes, sondern Filme, die eben ins Herz und ins Hirn gehen. Herzlich war nicht nur Helmuts schwungvolle Rede, sondern auch die Überreichung seiner eigens von ihm gesammelten Preise – von Meeresgetier über Kochbuch bis hin zum (von seiner Tochter) selbst gebastelteten Ehrenring an den Special Guest des diesjährigen Events Jeanine Meerapfel. Die Rede, die die Filmemacherin vorbereitet hatte, um „emotionalem Gestottere“ vorzubeugen, widmete sie ihren MitarbeiterInnen, SchauspielerInnen und engsten FreundInnen: „Helmut, Evelin sowie dem gesamten engagierten IFFI Team, und natürlich Innsbruck.“
Ein weiterer Höhepunkt des Abends ergänzte unerwarteterweise die Dankesrede und das charmante Auftreten der deutsch-argentinischen Regisseurin Meerapfel: die freundschaftliche Geste der offiziellen Krawattenüberreichung des Festivaldirektors an die Ehrenpreisträgerin der diesjährigen Festivalwoche. An die Stelle von Hollywood-Glamour traten Charme und spontane Natürlichkeit der Festivalcrew, die das Publikum in seinen Bann zog.
(Claudia Thaler, Patrizia Köhle)